Dienstag, 21. April 2015

Henna - ein Souvenir aus dem Orient

Hallo meine Lieben,
nun war es ja wieder einmal sehr lange ruhig auf meinem Blog, allerdings möchte ich dafür keine Ausreden finden. Doch jetzt geht es wieder regelmäßig mit Beiträgen weiter, denn in meiner "freien Zeit" haben sich ein paar interessante Themen aufgetan.

Viele von euch kennen sicher die Henna-Tattoos, die man aus den afrikanischen und arabischen Urlaubsorten als eigenes Souvenir mit nach Hause bringen kann. Ich war vor ein paar Wochen auch im arabischen Ausland gewesen und habe die Chance einfach ergriffen, um diese Art der Körperbemalung mal zu testen.

Doch was ist Henna eigentlich?
Henna ist eine uralte Kunstform, die vor allem in einem Gürtel von Nordafrika bis Südostasien verbreitet ist. In der arabischen Sprache wird der Begriff sowohl für die Pflanze als auch für die Malerei genutzt. Der Ursprung von Henna liegt in Persien und wurde/wird bei Hochzeiten und anderen Festlichkeiten getragen.
Das Besondere ist, dass es eine zeitlich begrenzte Körperbemalung ist, die auf rein pflanzlicher Basis hergestellt wird und somit für die Mehrheit der Menschen gut verträglich ist.
Die Paste wird aus den getrockneten und zerkleinerten Blättern hergestellt und enthält eine Vorstufe des Farbstoffs. Diese reagiert dann zusammen mit Haare oder Wolle zu dem Farbstoff Lawson, welcher in meinem Fall die Oberhaut rot-braun färbt. Allerdings muss man dafür die Paste lange Zeit einwirken lassen (bis zu 8 oder 12 Stunden), am Besten mit Unterstützung von Wärme.
Doch nicht für die bekannten Hand- und Fußbemalungen kann man Henna nutzen, sondern auch um die Haare oder Stoffe zu färben.

Nun aber zu meiner Erfahrung, dafür zeige ich euch mal für was ich mich entschieden habe.


(1)
(2)
(3)



Die Bilder zeigen drei unterschiedliche Momente. Das erste Bild ist am Abend des Auftragens, nachdem die getrocknete Paste abgefallen ist. Das Zweite ist den Tag darauf. Dabei ist deutlich zu sehen, dass die Farbe schön nachgedunkelt ist und ihren starken orangenen Farbstich verloren hat. Das letzte Bild ist 7 Tage nach dem Auftragen, man erkennt schon einige Stellen an denen das Henna schon abgegangen ist. Insgesamt kann ich sagen, dass es ungefähr 9-10 Tage gehalten hat, an manchen Stellen sogar noch etwas länger.

Meine Erfahrung und Meinung:
Ich muss sagen, dass ich mich sehr über das Henna gefreut habe und auch sehr zufrieden war. Die Dame, die es mir aufgetragen hat, war natürlich sehr gekonnt und da es ihre Arbeitsstelle auch sehr flink beim Auftragen. Darunter hat auch die Genauigkeit und der Detailreichtum nicht gelitten. Natürlich musste auch ich es ziemlich lange einwirken lassen und obwohl es über eine Stunde in einer Wärmelampe getrocknet ist, habe ich die letzten Reste erst ca. 4 bis 5 Stunden später entfernt. Während dieser Zeit hatte ich keinerlei Beschwerden und auch meine Haut hat das Henna sehr gut vertragen und war nicht gereizt. Zuerst war ich natürlich etwas erschrocken, da es ziemlich orange war, doch schon über die Nacht ist es sehr deutlich nachgedunkelt und diese sehr schöne rot-braune Farbe bekommen.
Meiner Meinung nach sieht Henna sehr schön aus und macht ein schönes Handgelenk oder auch Fußgelenk. Zudem ist es nichts permanentes und auch angenehm zu tragen. Gerade für den Sommer und auch die Festivalsaison denke ich, ist es sehr passend, denn man kann sich immer auch an den jeweiligen Anlass anpassen. Auch wenn es ziemlich aufwendig ist, finde ich lohnt sich diese Zeitinvestition und man kann dies ja verbinden mit einem Tag im Park, damit kann man gleich die Wärme der Sonne zum Trocknen nutzen.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, diese Art der Körperverzierung einmal auszuprobieren, würde ich zu jeden sagen, dass er es machen soll, denn es ist natürlich und ungefährlich. Ich selber habe mir auch vorgenommen, es einfach mal selber auszuprobieren. Allerdings möchte ich darauf aufmerksam machen, wirklich nur das natürliche rote Henna zu nutzen und nicht das Schwarze, denn da werden sehr häufig Färbemittel hinein gemischt, damit diese schwarze intensive Farbe entsteht und diese können zu starken Hautreizungen führen.

Hattet ihr schonmal ein Henna-Tattoo oder würdet ihr es gerne einmal ausprobieren? Oder findet ihr jegliche Art von "Körperbemalung" nicht so schön?
Lasst mir gerne eure Meinung da.

Damit wünsche ich euch noch einen schönen Tag und bis zum nächsten Mal.
Liebe Grüße,
Anja